Donnerstag, 15. März 2018

Neue Idee

1 Stunde 30 Minuten, an der Kanti
verfasst von Tijana, in Zusammenarbeit

Heute habe ich mich mit Lilja in der Mediothek getroffen um unseren Vertrag von letzter Woche zu bearbeiten. Wir wussten, dass wir uns erst einmal mit der Frage des 21. Jahrhunderts beschäftigen sollten und Merkmale suchen, welche dieses ausmacht. Leider sind wir dabei auf Schwierigkeiten gestossen. Da wir in unserer heutigen Zeit keinen König mehr haben und König Kreon das Gesetz über jegliche Moralvorstellungen stellt, gaben wir ihm in unserer Vorstellung entweder die Rolle als Politiker, Bundesrat oder Richter. Bis zur letzten Woche konnten wir uns mit diesem Gedanken sehr gut anfreunden. Heute jedoch wurden wir etwas skeptisch. Bei genauerem Überdenken wurde uns klar, dass dies nicht der richtige Weg für uns ist. Da Kreon als sehr aufbrausend, zornig und stur beschrieben wird haben wir Angst, dass diese Elemente im 21. Jahrhundert nicht gleich zur Geltung kommen werden wie im Originalstück. Ausserdem finden wir, dass der Konflikt in unserer heutigen Zeit nicht die gleiche Wirkung beim Publikum erzielen würde, da inhaltlich nicht so viel passiert. Ein einfaches Zimmer oder ein Gerichtssaal als Bühnenbild, wären uns schlichtweg zu langweilig. Wir möchten nicht das „Antigone“ die gewisse Magie verliert, welche uns beim ersten Mal lesen so sehr angezogen hat. Nach reichlichem Überlegen konnten wir feststellen, dass uns das Moderne, Abstrakte sehr gefällt. Mit diesem Gedanken sind wir dann jedoch nach Hause gefahren, da wir mit dieser Idee fürs Erste nicht viel anfangen konnten.
Zu Hause habe ich mich intensiv mit meiner Mutter unterhalten und aus dem Gespräch heraus entwickelte sich eine Idee, welche mir unglaublich fest gefiel. Nämlich, Antigone in die Zukunft zu schicken. An einem fiktiven Ort könnten wir unserer Fantasie freien Lauf lassen und eventuell eine Diktatur schaffen, indem es wieder einen König gibt. Der Gedanke an eine düstere Zukunftsversion brachte Lilja und mich zum Schmunzeln. Wie schnell wir unsere Meinung ändern würden, war uns wohl beiden nicht bewusst.

Probleme:
Diese Woche kämpften wir stark mit der Idee des 21. Jahrhunderts. Es fiel uns schwer, uns vorzustellen wie unsere Inszenierung in unserer heutigen Welt mit Smartphones usw. aussehen könnte. Aus diesem Grund entschieden wir uns schlussendlich auch dagegen, was für uns sehr unerwartet kam.

Selbstreflexion:
Trotz Verunsicherungen konnten wir den Tag mit einem ruhigen Gewissen beenden. Wir sind froh, dass wir heute eine Idee ausarbeiten konnten, welche uns sehr zuspricht und unsere Selbstbewusstsein gegenüber der Maturaarbeit stärkt.

Weiteres Vorgehen:
Unser nächstes Ziel vor Augen ist die Fertigstellung des Vertrages. Wir müssen versuchen ihn so schnell wie möglich neu auszuarbeiten und ihn Frau Ferrari zu schicken, welche schon sehnsüchtig auf die Unterschriften wartet.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen