1 Stunde 30
Minuten, an der Kanti
verfasst
von Tijana, in Zusammenarbeit
Heute habe
ich mich mit Lilja in der Mediothek getroffen um unseren Vertrag von letzter
Woche zu bearbeiten. Wir wussten, dass wir uns erst einmal mit der Frage des
21. Jahrhunderts beschäftigen sollten und Merkmale suchen, welche dieses
ausmacht. Leider sind wir dabei auf Schwierigkeiten gestossen. Da wir in
unserer heutigen Zeit keinen König mehr haben und König Kreon das Gesetz über
jegliche Moralvorstellungen stellt, gaben wir ihm in unserer Vorstellung
entweder die Rolle als Politiker, Bundesrat oder Richter. Bis zur letzten Woche
konnten wir uns mit diesem Gedanken sehr gut anfreunden. Heute jedoch wurden
wir etwas skeptisch. Bei genauerem Überdenken wurde uns klar, dass dies nicht
der richtige Weg für uns ist. Da Kreon als sehr aufbrausend, zornig und stur
beschrieben wird haben wir Angst, dass diese Elemente im 21. Jahrhundert nicht
gleich zur Geltung kommen werden wie im Originalstück. Ausserdem finden wir,
dass der Konflikt in unserer heutigen Zeit nicht die gleiche Wirkung beim
Publikum erzielen würde, da inhaltlich nicht so viel passiert. Ein einfaches Zimmer
oder ein Gerichtssaal als Bühnenbild, wären uns schlichtweg zu langweilig. Wir
möchten nicht das „Antigone“ die gewisse Magie verliert, welche uns beim ersten
Mal lesen so sehr angezogen hat. Nach reichlichem Überlegen konnten wir feststellen,
dass uns das Moderne, Abstrakte sehr gefällt. Mit diesem Gedanken sind wir dann
jedoch nach Hause gefahren, da wir mit dieser Idee fürs Erste nicht viel
anfangen konnten.
Zu Hause
habe ich mich intensiv mit meiner Mutter unterhalten und aus dem Gespräch heraus
entwickelte sich eine Idee, welche mir unglaublich fest gefiel. Nämlich,
Antigone in die Zukunft zu schicken. An einem fiktiven Ort könnten wir unserer
Fantasie freien Lauf lassen und eventuell eine Diktatur schaffen, indem es
wieder einen König gibt. Der Gedanke an eine düstere Zukunftsversion brachte
Lilja und mich zum Schmunzeln. Wie schnell wir unsere Meinung ändern würden, war
uns wohl beiden nicht bewusst.
Probleme:
Diese Woche
kämpften wir stark mit der Idee des 21. Jahrhunderts. Es fiel uns schwer, uns vorzustellen wie unsere Inszenierung in unserer heutigen Welt mit Smartphones usw.
aussehen könnte. Aus diesem Grund entschieden wir uns schlussendlich auch
dagegen, was für uns sehr unerwartet kam.
Selbstreflexion:
Trotz
Verunsicherungen konnten wir den Tag mit einem ruhigen Gewissen beenden. Wir
sind froh, dass wir heute eine Idee ausarbeiten konnten, welche uns sehr
zuspricht und unsere Selbstbewusstsein gegenüber der Maturaarbeit stärkt.
Weiteres
Vorgehen:
Unser nächstes Ziel
vor Augen ist die Fertigstellung des Vertrages. Wir müssen versuchen ihn so schnell wie möglich neu
auszuarbeiten und ihn Frau Ferrari zu schicken, welche schon sehnsüchtig auf die
Unterschriften wartet.
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