Mittwoch, 7. November 2018

Die Aufführung.

Mittwoch, 07.November 2018
verfasst von Tijana (und Lilja), in Zusammenarbeit

Heute ist der Tag! Nach zehn Monaten langer und harter Arbeit stehen wir nun hier. Der 7.November ist gekommen. Der Tag unserer Aufführung. 

Ich konnte die ganze Nacht nicht wirklich gut schlafen. Meine Nervosität fing also schon ziemlich früh an. Um 15:00 Uhr haben Lilja und ich uns dann im Salzhaus getroffen. Meine Mutter ist ebenfalls mitgekommen und hat sich gleich um den Apéro gekümmert. Den ganzen Morgen waren sie und meine Tante fleissig am Backen, damit die Gäste nach der Aufführung auch etwas Leckeres zu geniessen bekommen. Während sie also alles fleissig am Vorbereiten war, haben Lilja und ich besprochen, was wir in unserer Ansage gerne sagen würden und bei welchen Personen wir uns zum Schluss noch bedanken möchten. Wir haben uns ein paar Notizen gemacht und gleich danach auf der Bühne sprechen geübt. Bald darauf kamen schon alle Schauspieler. Wir wollten noch zwei Szenen gerne durchgehen, weil sie das letzte Mal nicht so gut funktioniert haben. Diese Probe war jedoch sehr chaotisch und laut. Währenddessen sind immer mehr Leute gekommen und sogar der Sound-Check, für die musikalische Unterhaltung von Moira und Cathleen, wurde im Hintergrund gemacht. Trotzdem sind alle Schauspieler ernst geblieben, was mich sehr erfreute. Danach haben wir alle zusammen etwas gegessen und uns dann langsam umgezogen. Die Nervosität stieg von Minute zu Minute. Um 18:45 Uhr haben wir uns im Backstageraum versammelt. Colin hat ein Einwärmen ( ein paar Sprechübungen, die wir noch von Herr Anthamatten kennen) mit uns gemacht. Dann war es Zeit, den Schauspielerinnen und Schauspielern zum letzten Mal Mut zuzureden und ihnen noch kleine Geschenke zu überreichen, als Dank, dass sie so viel Zeit für unsere Maturaarbeit investiert haben. Es war ein komisches Gefühl, denn ab diesem Zeitpunkt hatten wir beide Regisseurinnen keinen Einfluss mehr auf die Aufführung, die die Zuschauer gleich erwarten würde. Wir beide gingen zum Eingang und begrüssten alle Gäste die eintraten. Wir wollten damit zeigen, dass wir dankbar waren, dass so viele gekommen sind. Die Nervosität stieg andauernd. Dann war es halb Acht und nach neun Monaten harter Arbeit an Antigoneo, betraten wir endlich die Bühne. Wir haben unsere Begrüssung so einstudiert, dass wir einander die Einsätze liefern. Es war uns wichtig zu erwähnen, um was unsere Arbeit eigentlich handelt, damit man sich vorstellen konnte, welche Prozesse wir alle durchlebt haben. Nun war es so weit: "Bühne frei für Antigoneo". Das Stück begann. 

Es sind schon einige Patzer auf der Bühne passiert, zum Beispiel, dass der Chor Teile des Stücks vertauscht hat, oder Jan plötzlich das Licht ausgeschaltet hat, da er dachte, dass die Szene fertig war. Aber im Grossen und Ganzen finde ich, haben die Schauspielerinnen und Schauspieler diese Fehler gut überspielt oder sich verbessert und einfach weitergemacht. Hinter der Bühne haben wir eine Gefühlsachterbahnfahrt durchlebt; lief eine Szene gut, haben wir uns gegenseitig angestrahlt, lief etwas schief: hatten wir Angst, dass sich die Schauspieler nicht mehr retten können und das Stück zerfällt. Wir haben richtig mitgelitten. Aber das Gefühl, als dann das letzte Wort fiel und der Applaus begann, fielen wir uns in die Arme und konnten gar nicht glauben, dass wir es wirklich geschafft haben. Wir haben unser eigenes Theaterstück auf die Bühne gebracht und das noch erfolgreich.
Das tolle Gefühl das Publikum lachen zu hören, gab uns die Bestätigung, dass wir eine gute Arbeit geleistet haben! Ich denke wir könnten momentan nicht stolzer auf uns sein!

Zu guter Letzt haben wir den Abend mit einem kleinen Apéro ausklingen lassen. Wir haben uns lange mit den Lehrpersonen, unseren Familien und Freunden unterhalten. Von jeder Ecke bekamen wir positive Rückmeldungen zurück. Der Abend hätte nicht schöner verlaufen können. Mit einem riesen Lächeln im Gesicht haben wir uns spät in der Nacht auf den nach Hauseweg gemacht. Mit einem glücklichen, aber auch einem weinenden Auge werden wir den Abend für immer in Erinnerung behalten. 



Dienstag, 6. November 2018

Proben im Salzhaus!

Montagabend und Dienstagabend, im Salzhaus Brugg
verfasst von Tijana, in Zusammenarbeit

Nun ist es soweit. Das Salzhaus gehört uns für ganze drei Tage. Jetzt wird es ernst. 

Als ich am Montagnachmittag das Salzhaus betreten und das beinahe fertige Bühnebild gesehen habe, konnte ich nicht stolzer auf Lilja und mich sein. Nach so vielen Monaten harter Arbeit und unseren blossen Vorstellungen im Kopf, war endlich alles zur Realität geworden. Ein schönes Gefühl. Nein, das Gefühl ist nicht nur schön, sondern absolut unbeschreiblich. Ich kann nicht fassen, dass wir es geschafft und die Möglichkeit haben, unser Stück an so einem wunderschönen Ort aufführen zu dürfen. Man könnte meinen, dass "Antigoneo" spezifisch für das Salzhaus Brugg geschrieben worden ist, denn es könnte nirgends besser hineinpassen wie hier.
Als die Schauspielerinnen und Schauspieler alle eintrafen, konnte ich es kaum mehr erwarten, ihre Reaktionen zu sehen. Sie waren alle genauso begeistert wie wir. Die meisten von ihnen waren zuvor noch nie im Salzhaus, weshalb sie von der Atmosphäre total überwältigt waren. 
Danach haben wir alle gebeten ihre Kostüme anzuziehen und sich bereit für die Hauptprobe zu machen. Zuvor haben wir jedoch noch alle zusammen gegessen. Meine Mutter kam vorbei mit Pizzas, Getränken und einem Kuchen, damit alle gesättigt und fit für die Probe sind. 
Jan, unser Lichttechniker, hat unterdessen versucht das Licht einzustellen. Dies ging jedoch nicht so gut, da er sich mit diesen Geräten nicht wirklich gut auskannte. Wir mussten daher die Hauptrobe fürs erste ohne Licht machen.
Dann ging es an die Hauptrobe und ich war unglaublich nervös. Ich habe mich sicherheitshalber mit dem Text ins Publikum gesetzt, falls jemand immer noch Schwierigkeiten hat und ihn vergisst, damit ich dann allenfalls helfen kann. Leider musste ich öfters eingreifen, als mir lieb war. Der Chor vergisst an manchen Stellen den Text immer noch und auch Kreon fällt des Öfteren aus der Rolle. Das hat Lilja und mich natürlich ins Zweifeln versetzt. Trotzdem verlief die Probe sehr gut. Alle Schauspieler waren in ihrer Rolle und haben es richtig genossen, auf der Bühne zu stehen. Meine Mutter hat zugeschaut und meinte, dass sie die ganze Zeit Gänsehaut hatte. Auch ich habe jedem einzelnen geglaubt, was er auf der Bühne erzählte.
Der Montag hat uns alle gestärkt und und grosse Vorfreude auf den Mittwoch gegeben.


Hier ein paar Impressionen:





Dienstagabend:

Am Dienstag war das Licht endlich bereit! Ich habe mich mit Jan und Said zusammengesetzt und das Licht mit ihnen besprochen. Wir haben uns dazu entschieden, dass die Stasima und immer wenn der Chor spricht, das Licht blau ist. Das ist wie das Signal, dass der Chor kommt. 

Bei Streitgesprächen oder dramatischen Szenen wird das Licht rot sein. Bei der Liebesszene ist das Licht etwas gedämmt und rosa. Die Szene im Verlies wird etwas grünlich sein, da es im Verlies düster, kalt und unheimlich ist. Die restlichen Szenen haben wir im normalen weissen - "Tageslicht" gelassen. 
Mit dem Licht sind wir nun sehr zufrieden. Es hat zwar lange gedauert bis wir herausgefunden haben, was am besten wirkt, jedoch sieht es jetzt sehr gut aus. Wir konnten definitiv das Beste aus unseren kleinen Ressourcen ziehen. 

Die Generalprobe: Die Generalprobe am Dienstagabend hätte nicht chaotischer sein können. Es ist alles schiefgelaufen, was hätte schieflaufen können. Unser Bühnenbild ist zusammengebrochen, die Schauspieler hatten einen Totalausfall mit dem Text und haben nur improvisiert, Rebecca hat ihren Blindenstock verloren und alle mussten sich totlachen. Dementsprechend war auch Jan verwirrt und wusste nicht wann er nun das Licht ändern sollte, da nichts mehr nach Skript lief.
Es war zum verzweifeln! 
Ich weiss nicht, ob es die Nervosität war oder welcher Teufel im Spiel war. Das einzige was ich nur hoffen und beten kann, ist das es morgen nicht so läuft wie heute. Wie sagt man so schön: "Wenn die Generalprobe schief äuft, dann wird die Aufführung dafür super laufen". Das hoffe ich stark.
Nach diesem Horror-Durchlauf mussten wir gleich nochmals einen Durchgang machen. Nicht nur wir, auch die Schauspieler waren enttäuscht von ihrem Auftritt. Ich habe mich also hinter die Bühne gesetzt und auf Nachfrage der Schauspieler, die Souffleuse-Rolle übernommen. Falls also ein Patzer geschehen sollte, stehen die Schauspieler nicht ahnungslos da, sondern haben eine Absicherung. Ich denke, dass uns das Publikum Patzer verzeihen wird. Schliesslich sind wir kein professionelles Theater und hatten auch nicht viel Zeit zu proben. 
Der zweite Durchgang lief schon viel viel besser. Und siehe da, jetzt wo ich als Souffleuse dastehe, hat mich plötzlich niemand mehr gebraucht. Alle konnten den Text beinahe perfekt auswendig. 
Ich weiss, dass eigentlich alle den Text können aber mir ist auch bewusst, dass man nun mal Sachen vergisst, wenn man nervös ist. Ich will gar nicht daran denken, wie nervös ich sein werde.
Ich bin positiv gestimmt, dass alles gut kommen wird. Ich habe unheimlich grosses Vertrauen in unsere Schauspieler und bin nun bereit, endlich unserem Publikum zeigen zu können, was wir alles geschaffen haben. 
Noch ein Tag und dann ist es soweit. "Antigoneo" kommt endlich auf die Bühne!

Sonntag, 4. November 2018

Die fertige Bühne und Programmzettel

4 Stunden im Salzhaus
verfasst von Lilja, in Zusammenarbeit


Am Sonntag haben wir einen Transport von der Kantonsschule organisiert. Ein Freund von Shedea konnte das Geschäftsauto ausleihen und half uns, alle Stehwände runterzutragen und fuhr mit uns nach Brugg. Die Stehwände hätten in einem normalen Auto nämlich niemals Platz gehabt. 


Im Salzhaus angekommen haben wir alle Wände aufgestellt und genau platziert. Danach ging Tijana nach Hause und ich rief meine Schwester an, die daraufhin mit den ausgeschnittenen Buchstaben und Klebeband kam. Endlich konnten wir sie auf den Stoffwänden platzieren und sehen, wie sie wirken. Das silberfarbene Papier glänzt schön im Licht und gibt dem Bühnenbild eine gewisse Eleganz. Wir haben uns entschieden, nur vier Sprüche aufzukleben, weil die Bühne sonst zu voll wäre. Stattdessen kleben wir den Satz: "Theben blüht wieder auf", auf en Korpus, auf dem der Kerzenständer steht. So hat es auch dort noch ein Detail zum Hinschauen. 

Am Montag kam Tijanas Mutter mit unserem Herrscherstuhl und dem Spiegel. Zu dem haben wir noch das "THEBEN"-Schild aufgehängt. Dann war das Bühnenbild auch schon komplett.


Später am Nachmittag kam auch noch Jan vorbei und installierte zusammen mit Said das Licht. Sie mussten sich zuerst vertraut machen mit dem Mischpult, da dieses ein wenig speziell war. Die Scheinwerfer habe ich am Tag zuvor noch bei meinem Kolleg Karl abgeholt. Tijana und ich haben uns ein Konzept zum Licht überlegt, das man auch in unserem Regiekonzept nachlesen kann.

Tijana und ich haben in dieser Zeit noch einen Programmzettel kreiert, damit das Publikum weiss, wer welche Rolle verkörpert. Als Wasserzeichen haben wir auf 50 Stücken Shedeas Kopf und auf den andere 50 Stücken Saïds Kopf abgebildet. Meine Mutter hat die Zettel heute noch ausgedruckt und ich habe sie dann zurecht geschnitten.



















Nun ist eigentlich alles bereit für unseren grossen Abend, fehlt nur noch das Publikum! Die Nervosität steigt und Tijana und ich wollen jetzt alles noch perfektionieren. Wir freuen uns, aber dennoch haben wir Angst, dass irgendetwas schief läuft.

Samstag, 3. November 2018

Proben am Wochenende

2 Tage, an der Kanti
verfasst von Tijana, in Zusammenarbeit

Heute war es endlich soweit! Unser langes Probenwochenende konnte starten! Für uns war dieses Wochenende sehr wichtig, um alle Szenen einmal am Stück, ohne Unterbrechungen, zu proben. Ebenfalls waren das die ersten Daten, an denen jeder Schauspieler anwesend war. Irgendwie habe ich mich total auf das Wochenende gefreut. Obwohl ich wusste, dass vieles auf uns zukommen wird, konnte ich es kaum erwarten das Stück in seiner vollen Länge zu sehen. Dieses Mal haben wir uns nicht in der Bühne 2 wie sonst auch immer getroffen, sondern haben uns gedacht, dass wir einmal in der Aula proben könnten. In der Aula kommen wir dem Gefühl einer Bühne viel näher. Ebenso war es wichtig die Lautstärke zu üben. In den letzten Tagen ist uns nämlich vermehrt aufgefallen, dass die Schauspieler viel zu leise sprechen. In einem grösseren Raum wäre es also ideal, dies zu üben. Die einzigen die momentan schön langsam, laut und deutlich sprechen sind Said und Tim. Bei allen anderen müssen wir vor allem die Lautstärke, wie auch das Tempo der Sprache üben. Wir haben also sofort versucht, einen Durchgang zu starten. Dieser Verlief mittelmässig. Für den Chor war es am schwierigsten sich zu merken, wann genau sie von der Bühne müssen, wann sie sich an den Bühnenrand setzen müssen und wann sie etwas zu sagen haben. Wir hatten also schön Zeit, diese Dinge mit dem Chor durchzugehen. 
Die Atmosphäre in der Aula war super! Es war toll einmal an einem anderen Ort zu üben. Heute hat es sich das erste Mal tatsächlich wie ein richtiges Theaterstück angefühlt. Das war ein gutes Gefühl. Dann haben wir für jeden von uns eine Pizza bestellt und uns wieder zurück zur Bühne 2 gemacht. Dort setzten wir uns alle schön in einen Kreis und haben zusammen zu Abend gegessen. Zusätzlich haben wir noch Kerzen angezündet damit die Stimmung noch schöner wird. Es war ein tolles Gefühl mit der ganzen Theatertruppe zu essen und sich gut zu unterhalten. Wir sind als Gruppe seit den letzten Proben stark zusammengewachsen und haben ein tolles Familiengefühlt entwickelt. 


Todmüde gingen wir alle spät nach Hause schlafen. Am nächsten Tag war unser Treffpunkt um 08:00 Uhr, an der Kanti Baden. 

Ich muss zugeben, dass es mir unglaublich schwer fiel aufzustehen. Als ich ankam, waren die meisten noch total verschlafen. Ebenso Colin, der hatte nämlich verschlafen und ist schlussendlich auch zu Hause geblieben. Das war natürlich wieder ein Punkt, über den Lilja und ich uns aufgeregt hatten. Seine Rolle hat jedoch Rebecca übernommen und seinen Text gelesen. Liljas Mutter hatte uns allen Gipfeli spendiert und so konnten wir auch gleich miteinander frühstücken.
Danach ging es gleich ans proben. Wir haben wieder entschieden einen ganzen Durchgang zu machen, jedoch mit weniger Unterbrechungen wie gestern. Wir mussten uns beeilen, da Shedea und Jenny ihr Wochenende ausgeplant haben und um 11:00 Uhr bereits gehen mussten. 
Der Durchgang verlief erstaunlicherweise recht gut. Es war gut, dass wir gestern nochmals alle Szenen durchgegangen sind und Unklarheiten geklärt haben. Leider gab es hie und da immer noch einige Textpatzer. Aber naja.. ich bin zuversichtlich, dass an der Aufführung diese nicht mehr vorkommen werden. 
Um 11:00 Uhr haben wir uns alle getrennt und sind als erstes nach Hause gegangen und haben uns ein klein wenig Schlaf geholt. Am Sonntag haben wir keine Probe angesagt, jedoch werden Lilja und ich uns treffen und alles Organisatorische besprechen. Ebenfalls werden wir die Stellwände ins Salzhaus transportieren müssen und weiterhin am Regiekonzept arbeiten. 
Die letzten zwei Tage haben uns allen sehr Spass gemacht. Jetzt wird mir auch langsam bewusst, dass wir in zwei Tagen schon im Salzhaus proben werden. Ein verrückter Gedanke!

Mittwoch, 31. Oktober 2018

Plakat hängt!

2 Stunden, an der Kanti
verfasst von Lilja

Wie alle Schüler mussten auch wir ein Plakat für unsere Maturaarbeit gestalten und im Gebäude 1 aufhängen.
Wir haben uns viele Gedanken dazu gemacht, wie wir die Zielsetzung, den Arbeitsprozess, all die viele Arbeit und auch die Resultate auf zwei A3 zusammenquetschen können, schliesslich wollen wir dem Leser so viel Information wie möglich vermitteln, ihn aber auch nicht abschrecken und überfordern. 
Die Schriftart, die Schriftgrösse, die Seitenabstände und der Inhalt wurde vorgegeben, dies hat uns auch ein wenig geholfen uns zurecht zu finden, hat uns aber auch eingeschränkt in der Gestaltung des Plakats. Aber ich verstehe schon, dass die Schule alle Plakate einigermassen gleich haben möchte.

Um nicht zu viel Text auf dem Plakat zu haben, haben ich den Arbeitsprozess schrittweise aufgelistet und er wird durch drei Bilder unten auf dem ersten Plakat unterstützt. Mich persönlich würde es abschrecken, so viel lesen zu müssen auf einem Plakat, da es doch vor allem eine Visualisierung eines Themas ist und nicht ein Bericht. 
Bilder von links nach rechts: Ausschnitt aus dem umgeschriebenen Skript, ein Foto der Probe mit Said, Jenny und Riccardo, das fertig gezeichnete Bühnenbild.
Wir haben geschrieben, wie wir auf das Thema gestossen sind, welches Stück wir gewählt haben und was das Ziel unserer Arbeit ist, nämlich ein so altes Stück der Jugend näher zu bringen.

1.Plakat
Auf dem zweiten Plakat erzählen wir mehr von der Inszenierung und der Umsetzung des Theaters. Viele Aspekte der Aufführung werden erwähnt, unteranderem Bühnenbild, Kostüme und Requisiten. Natürlich darf auch unser entworfenes Plakat nicht fehlen. Das zweite Plakat dient zur Visualisierung des Produkts. Unser Produkt setzt sich aus der Inszenierung, die wir noch nicht wirklich abbilden können, aber durch das Bild von Kreon links repräsentiert wird und unseren Skript, hier rechts.
2. Plakat
Das Resultat kann man sich im zweiten Stock auf der linken Seite ansehen oder gleich hier:


Bühnenbild fertig

4 Stunden, an der Primarschule in Brugg
verfasst von Lilja

Ich habe mich die letzten zwei Abende intensiv mit der Umsetzung von unserem Bühnenbild beschäftigt. Vor allem mit den Schlagzeilen hinten an der Wand.

Den ersten Abend benötigte ich um eine gute Umsetzungsidee zu finden. Tijana und ich wissen ja schon länger, wie wir die Stellwände hinten gestalten möchten, aber aus welchem Material wir es verwirklichen und wie wir es schlussendlich anbringen am Stoff, was uns noch schleierhaft. Deshalb habe ich mich mit meiner Schwester auf in den Werkraum der Primarschule (wo meine Mutter arbeitet) gemacht und dort haben wir erst mal ein wenig ausprobiert: Zuerst wollte ich es mit schwarzen Farbe auf Zeitungspapier malen, da es so noch näher bei Schlagzeilen war. Aber das hat für mich dann doch zu "gebastelt" ausgesehen, hätte nicht an Schlagzeilen erinnert und hätte so nicht den gewünschten Effekt auf der Bühne erzeugt.
Danach überlegten wir uns, ob wir einfach nur aus Zeitung Buchstaben ausschneiden sollen, aber auch das war dann nicht das Richtige. Meine Schwester kam dann auf die, sie aus silbernen Papier auszuschneiden und aufzukleben. Die Zeitungsidee haben wir dann verworfen.
Die nächste Frage, die sich uns stellte, war die Schriftgrösse. Wir wissen zwar, dass die drei Stellwände, welche wir hinten aufstellen zusammen 3.60 m lang sind, aber richtig einschätzen, wie gross die Buchstaben dann sein sollten, konnten wir nicht. Deshalb haben wir unterschiedlich grosse Buchstaben ausgeschnitten und diese habe ich am nächsten Tag einmal aufgeklebt  und sie von Weitem betrachtet. So war diese Frage dann auch geklärt.

Am zweiten Abend haben meine Schwester, eine Freundin von ihr und ich innerhalb von zwei Stunden alle Buchstaben abgepaust mit Hilfe des Beamer im Schulzimmer meiner Mutter und bereits ausgeschnitten. Ich bin sehr froh, dass mit jemand geholfen hat. Alleine hätte es dreimal so lange gedauert. 



Zuerst musste ich mich noch für eine Schriftart entscheiden. Ich suchte auf Word nach einer "News-typischen" Schrift, aber auch modern wirkt, damit es zum Konzept passt und habe mich dann für eine entschieden, die beide meine Kriterien erfüllt hat. Zu dem durfte sie nicht zu dünn sein, weil das Ausschneiden und dann vor allem das Aufkleben schwierig geworden wäre. Der Gewinner ist die Zweitunterste: Krungthe.


Ich finde, das Resultat ist sehr schön und freue mich, wenn ich es nächste Woche montieren kann. Dann gewinnen die Sprüche noch an Ausdruck, aber für mich haben sie bereits jetzt eine unglaubliche Wirkung. Wir haben auch verschiedene Schriftgrössen verwendet, denn nicht alle Sprüche sind gleich zentral im Stück und wichtig. "Die Stadt ist und heilig wird ganz oben an der Stellwand stehen und ist auch am grössten, denn dieser Spruch kommt auch eins zu eins so vor im Text.


Zwei der fünf Sprüche haben zu dem noch ein Bild oben oder unten und um diese machen wir noch einen Rahmen aus Schnur, um zu zeigen, das Schrift und Bild zusammengehören. Hier noch eine Skizze der Wand mit Massen und schwarzem Hintergrund. Weitere Skizzen findet man in einem der Einträge anfangs Oktober.


Sonntag, 28. Oktober 2018

Eine lange Probe

6 Stunden und 30 Minuten, an der Kanti
verfasst von Tijana, in Zusammenarbeit

Heute war ein sehr sehr langer und anstrengender Tag. Unser Tag begann früh. Ich war schon um 7 Uhr morgens wach, da wir die Zeitumstellung hatten. Um 10 Uhr habe ich Lilja mit dem Auto abgeholt und wir sind zur Schule gefahren. Es war seltsam die Schule so früh und dann noch an einem Sonntagmorgen zu betreten. Naja, immerhin waren wir nicht die Einzigen ... anscheinend gibt es noch viele andere Gruppen, die am Sonntag an ihrer Maturaarbeit an der Schule arbeiten müssen. 
Zuerst haben wir nochmals das Bühnenbild besprochen. Lilja hat Zeitungen und verschieden grosse Buchstaben mitgenommen, damit wir in etwa sehen können, wie gross die Schrift auf den Stellwänden sein soll. Danach haben wir unser Regiekonzept besprochen. Dabei war wichtig zu erkennen, welche wichtigen Punkte uns noch fehlen und wie wir den Text aufteilen. Nach dem aufteilen des Textes haben wir uns ans Schreiben gemacht. Mit einem Tee in der Hand und guter Musik, war die Atmosphäre für einen kalten Sonntagmorgen schon gleich viel besser. 
Dann kamen auch schon die Schauspieler. Wir haben von Anfang an begonnen und haben uns szenenweise vorangetastet. Wir konnten jede Szene proben, ausser die Stasima und den Proproplogos, da Evelyn und Tim verhindert waren. Ich war überrascht, wie gut schon alles lief. Die meisten können den Text beinahe auswendig, bei ein paar anderen hapert es noch. Dies sind dann Momente, die Lilja und mich in Zweifel versetzen. Natürlich ist eine unserer grössten Ängste, dass Patzer auf der Bühne passieren und die Schauspieler ihren Text vergessen. Mir ist bewusst, dass das absolut menschlich ist und uns das Publikum bestimmt verzeihen würde. Trotzdem würde ich mir wünschen, dass alles gut kommt und unsere Schauspieler überzeugen können. Der Gedanke daran, dass ich nur zusehen und nicht selbst mitspielen und in schwierigen Momenten helfen kann, macht mich nervös. Mit diesem Gedanken muss ich mich noch ein wenig anfreunden. 
Auf der anderen Seite habe ich grosses Vertrauen in unsere Schauspieler. Ich weiss, dass sie ihr bestmöglichstes geben, Lilja und mich glücklich zu machen. Daher bin ich überzeugt, dass schlussendlich alles gut kommt.

3. Epeisodion 1.Teil
Einige haben schon mit den Kostümen geprobt. Wir haben nämlich alle gebeten die Kleidungsstücke mitzunehmen, die sie zu Hause verfügbar haben. Auf dem oberen Bild sieht man Said als Kreon mit dem beinahe fertigen Kostüm. Neben ihm steht Riccardo als Haimon, der sein Kostüm leider zu Hause vergessen hat.

Die Szenen verliefen wie schon gesagt sehr gut. Trotzdem fällt es mir schwer, ein komplett fertiges Stück vorzustellen. Bei einzelnen Szenen habe ich nichts mehr zu kritisieren jedoch kann ich mir nicht alle Szenen an einem Stück, ohne Unterbrechungen vorstellen. Ich denke das liegt daran, dass der Chor noch nie an einer Probe mit allen dabei war. Die Stasimas konnten wir daher nie proben. Ich denke es wird bei der nächsten Probe am Freitag nicht einfach für Tim und Evelyn sein. Während ihrer Abwesenheit haben immer Lilja und ich den Teil des Chors vorgelesen. Sie haben oftmals mittendrin einen Satz. Dies wird vor allem schwer sein, sich zu merken, wann sie drankommen. Es ist daher äusserts wichtig, dass sie die nächsten Male dabei sind. 

Nach ein paar Stunden kam dann Jan, unser Lichttechniker, vorbei. Mit ihm haben wir kurz besprochen, welche Lichter wir für ihn organisieren müssen und welches Licht in welcher Szene am besten aussieht. 



Dieses Bild ist in der Bühne 2 mit ausgeschaltetem Licht entstanden. Jan hat uns die Idee gegeben, eine einfache Nachttischlampe zu nehmen und sie hinter den Herrscherstuhl und Kreon zu platzieren. Damit würde dann dieser tolle Effekt entstehen, dass Kreon von hinten beleuchtet wird und das Licht durch seine Haare scheint. Ob dies tatsächlich auch auf der Bühne so aussehen wird, werden wir noch sehen. Momentan können wir das Licht nur theoretisch besprechen. Erst in einer Woche, wenn wir uns dann im Salzhaus befinden, werden wir ausprobieren können, was alles möglich ist. 
Ebenfalls konnte Jan seinen Kollegen Max fragen, ob er uns die Aufführung aufnehmen kann. Für dies werden wir jedoch eine Kamera, ein Stativ und ein Mikrofon aus der Kanti ausleihen müssen. Es freut mich, dass unser Stück aufgenommen wird und wir so eine Erinnerung fürs Leben haben, welche wir sogar in ferner Zukunft vielleicht unseren Kindern zeigen werden. 

Zu Hause dann habe ich mich um das Theben Schild gekümmert, welches der Chor zu Beginn auf die Bühne trägt. Meine Mutter konnte uns ein Bild aus einem Brockenhaus organisieren, das wir ganz einfach übermalt haben. Meine Mutter hatte noch von früher einen Koffer voller Ölfarben zu Hause. Damit habe ich dann den Hintergrund übermalt und mit weisser Farbe "THEBEN" geschrieben. 


Theben-Schild am trocknen
Blöderweise haben wir schnell erfahren, dass Ölfarben sehr sehr lange zum trocknen haben. Da ich als Grundlagenfach Musik und nicht Big habe, wusste ich dies dummerweise nicht. Jetzt hoffe ich nur schwer, dass die Farbe nächste Woche hoffentlich trocken ist.

Ebenfalls habe ich mich um Teiresias Blindenstock und den Spiegel gekümmert. Den Spiegel habe ich von meiner Tante geschenkt bekommen, der jedoch noch schwarz war. Da sich ein silbernes-Thema durch unser Stück zieht, wollte ich den Spiegel unbedingt silbern ansprühen, was ich auch mit der Erlaubnis meiner Tante durfte. Für den Blindenstock habe ich einen alten Stock von meinem Bruder genommen, den er seit Jahren schon im Zimmer herumstehen hat. Diesen habe ich ebenfalls silbern angesprüht und mit weisser Farbe noch ein wenig verziert, damit er besser zu Teiresia passt und spezieller aussieht.

 
Trotz eines kalten und langen sonntags hatte ich heute einen sehr schönen Tag. Die Proben sind nicht immer einfach aber grössenteils machen sie wirklich Spass. Wir sind eine tolle Gruppe mit tollen Menschen. Jedoch fällt es uns oftmals schwer ernst zu bleiben, denn wir könnten alle den ganzen Tag nur lachen. Jetzt wo die Aufführung näherkommt, merkt man auch schon ein wenig die Nervosität von allen, vor allem von mir. Zum Glück haben wir nächstes Wochenende noch Zeit, um alles nochmals gut zu festigen!