Mittwoch, 31. Oktober 2018

Plakat hängt!

2 Stunden, an der Kanti
verfasst von Lilja

Wie alle Schüler mussten auch wir ein Plakat für unsere Maturaarbeit gestalten und im Gebäude 1 aufhängen.
Wir haben uns viele Gedanken dazu gemacht, wie wir die Zielsetzung, den Arbeitsprozess, all die viele Arbeit und auch die Resultate auf zwei A3 zusammenquetschen können, schliesslich wollen wir dem Leser so viel Information wie möglich vermitteln, ihn aber auch nicht abschrecken und überfordern. 
Die Schriftart, die Schriftgrösse, die Seitenabstände und der Inhalt wurde vorgegeben, dies hat uns auch ein wenig geholfen uns zurecht zu finden, hat uns aber auch eingeschränkt in der Gestaltung des Plakats. Aber ich verstehe schon, dass die Schule alle Plakate einigermassen gleich haben möchte.

Um nicht zu viel Text auf dem Plakat zu haben, haben ich den Arbeitsprozess schrittweise aufgelistet und er wird durch drei Bilder unten auf dem ersten Plakat unterstützt. Mich persönlich würde es abschrecken, so viel lesen zu müssen auf einem Plakat, da es doch vor allem eine Visualisierung eines Themas ist und nicht ein Bericht. 
Bilder von links nach rechts: Ausschnitt aus dem umgeschriebenen Skript, ein Foto der Probe mit Said, Jenny und Riccardo, das fertig gezeichnete Bühnenbild.
Wir haben geschrieben, wie wir auf das Thema gestossen sind, welches Stück wir gewählt haben und was das Ziel unserer Arbeit ist, nämlich ein so altes Stück der Jugend näher zu bringen.

1.Plakat
Auf dem zweiten Plakat erzählen wir mehr von der Inszenierung und der Umsetzung des Theaters. Viele Aspekte der Aufführung werden erwähnt, unteranderem Bühnenbild, Kostüme und Requisiten. Natürlich darf auch unser entworfenes Plakat nicht fehlen. Das zweite Plakat dient zur Visualisierung des Produkts. Unser Produkt setzt sich aus der Inszenierung, die wir noch nicht wirklich abbilden können, aber durch das Bild von Kreon links repräsentiert wird und unseren Skript, hier rechts.
2. Plakat
Das Resultat kann man sich im zweiten Stock auf der linken Seite ansehen oder gleich hier:


Bühnenbild fertig

4 Stunden, an der Primarschule in Brugg
verfasst von Lilja

Ich habe mich die letzten zwei Abende intensiv mit der Umsetzung von unserem Bühnenbild beschäftigt. Vor allem mit den Schlagzeilen hinten an der Wand.

Den ersten Abend benötigte ich um eine gute Umsetzungsidee zu finden. Tijana und ich wissen ja schon länger, wie wir die Stellwände hinten gestalten möchten, aber aus welchem Material wir es verwirklichen und wie wir es schlussendlich anbringen am Stoff, was uns noch schleierhaft. Deshalb habe ich mich mit meiner Schwester auf in den Werkraum der Primarschule (wo meine Mutter arbeitet) gemacht und dort haben wir erst mal ein wenig ausprobiert: Zuerst wollte ich es mit schwarzen Farbe auf Zeitungspapier malen, da es so noch näher bei Schlagzeilen war. Aber das hat für mich dann doch zu "gebastelt" ausgesehen, hätte nicht an Schlagzeilen erinnert und hätte so nicht den gewünschten Effekt auf der Bühne erzeugt.
Danach überlegten wir uns, ob wir einfach nur aus Zeitung Buchstaben ausschneiden sollen, aber auch das war dann nicht das Richtige. Meine Schwester kam dann auf die, sie aus silbernen Papier auszuschneiden und aufzukleben. Die Zeitungsidee haben wir dann verworfen.
Die nächste Frage, die sich uns stellte, war die Schriftgrösse. Wir wissen zwar, dass die drei Stellwände, welche wir hinten aufstellen zusammen 3.60 m lang sind, aber richtig einschätzen, wie gross die Buchstaben dann sein sollten, konnten wir nicht. Deshalb haben wir unterschiedlich grosse Buchstaben ausgeschnitten und diese habe ich am nächsten Tag einmal aufgeklebt  und sie von Weitem betrachtet. So war diese Frage dann auch geklärt.

Am zweiten Abend haben meine Schwester, eine Freundin von ihr und ich innerhalb von zwei Stunden alle Buchstaben abgepaust mit Hilfe des Beamer im Schulzimmer meiner Mutter und bereits ausgeschnitten. Ich bin sehr froh, dass mit jemand geholfen hat. Alleine hätte es dreimal so lange gedauert. 



Zuerst musste ich mich noch für eine Schriftart entscheiden. Ich suchte auf Word nach einer "News-typischen" Schrift, aber auch modern wirkt, damit es zum Konzept passt und habe mich dann für eine entschieden, die beide meine Kriterien erfüllt hat. Zu dem durfte sie nicht zu dünn sein, weil das Ausschneiden und dann vor allem das Aufkleben schwierig geworden wäre. Der Gewinner ist die Zweitunterste: Krungthe.


Ich finde, das Resultat ist sehr schön und freue mich, wenn ich es nächste Woche montieren kann. Dann gewinnen die Sprüche noch an Ausdruck, aber für mich haben sie bereits jetzt eine unglaubliche Wirkung. Wir haben auch verschiedene Schriftgrössen verwendet, denn nicht alle Sprüche sind gleich zentral im Stück und wichtig. "Die Stadt ist und heilig wird ganz oben an der Stellwand stehen und ist auch am grössten, denn dieser Spruch kommt auch eins zu eins so vor im Text.


Zwei der fünf Sprüche haben zu dem noch ein Bild oben oder unten und um diese machen wir noch einen Rahmen aus Schnur, um zu zeigen, das Schrift und Bild zusammengehören. Hier noch eine Skizze der Wand mit Massen und schwarzem Hintergrund. Weitere Skizzen findet man in einem der Einträge anfangs Oktober.


Sonntag, 28. Oktober 2018

Eine lange Probe

6 Stunden und 30 Minuten, an der Kanti
verfasst von Tijana, in Zusammenarbeit

Heute war ein sehr sehr langer und anstrengender Tag. Unser Tag begann früh. Ich war schon um 7 Uhr morgens wach, da wir die Zeitumstellung hatten. Um 10 Uhr habe ich Lilja mit dem Auto abgeholt und wir sind zur Schule gefahren. Es war seltsam die Schule so früh und dann noch an einem Sonntagmorgen zu betreten. Naja, immerhin waren wir nicht die Einzigen ... anscheinend gibt es noch viele andere Gruppen, die am Sonntag an ihrer Maturaarbeit an der Schule arbeiten müssen. 
Zuerst haben wir nochmals das Bühnenbild besprochen. Lilja hat Zeitungen und verschieden grosse Buchstaben mitgenommen, damit wir in etwa sehen können, wie gross die Schrift auf den Stellwänden sein soll. Danach haben wir unser Regiekonzept besprochen. Dabei war wichtig zu erkennen, welche wichtigen Punkte uns noch fehlen und wie wir den Text aufteilen. Nach dem aufteilen des Textes haben wir uns ans Schreiben gemacht. Mit einem Tee in der Hand und guter Musik, war die Atmosphäre für einen kalten Sonntagmorgen schon gleich viel besser. 
Dann kamen auch schon die Schauspieler. Wir haben von Anfang an begonnen und haben uns szenenweise vorangetastet. Wir konnten jede Szene proben, ausser die Stasima und den Proproplogos, da Evelyn und Tim verhindert waren. Ich war überrascht, wie gut schon alles lief. Die meisten können den Text beinahe auswendig, bei ein paar anderen hapert es noch. Dies sind dann Momente, die Lilja und mich in Zweifel versetzen. Natürlich ist eine unserer grössten Ängste, dass Patzer auf der Bühne passieren und die Schauspieler ihren Text vergessen. Mir ist bewusst, dass das absolut menschlich ist und uns das Publikum bestimmt verzeihen würde. Trotzdem würde ich mir wünschen, dass alles gut kommt und unsere Schauspieler überzeugen können. Der Gedanke daran, dass ich nur zusehen und nicht selbst mitspielen und in schwierigen Momenten helfen kann, macht mich nervös. Mit diesem Gedanken muss ich mich noch ein wenig anfreunden. 
Auf der anderen Seite habe ich grosses Vertrauen in unsere Schauspieler. Ich weiss, dass sie ihr bestmöglichstes geben, Lilja und mich glücklich zu machen. Daher bin ich überzeugt, dass schlussendlich alles gut kommt.

3. Epeisodion 1.Teil
Einige haben schon mit den Kostümen geprobt. Wir haben nämlich alle gebeten die Kleidungsstücke mitzunehmen, die sie zu Hause verfügbar haben. Auf dem oberen Bild sieht man Said als Kreon mit dem beinahe fertigen Kostüm. Neben ihm steht Riccardo als Haimon, der sein Kostüm leider zu Hause vergessen hat.

Die Szenen verliefen wie schon gesagt sehr gut. Trotzdem fällt es mir schwer, ein komplett fertiges Stück vorzustellen. Bei einzelnen Szenen habe ich nichts mehr zu kritisieren jedoch kann ich mir nicht alle Szenen an einem Stück, ohne Unterbrechungen vorstellen. Ich denke das liegt daran, dass der Chor noch nie an einer Probe mit allen dabei war. Die Stasimas konnten wir daher nie proben. Ich denke es wird bei der nächsten Probe am Freitag nicht einfach für Tim und Evelyn sein. Während ihrer Abwesenheit haben immer Lilja und ich den Teil des Chors vorgelesen. Sie haben oftmals mittendrin einen Satz. Dies wird vor allem schwer sein, sich zu merken, wann sie drankommen. Es ist daher äusserts wichtig, dass sie die nächsten Male dabei sind. 

Nach ein paar Stunden kam dann Jan, unser Lichttechniker, vorbei. Mit ihm haben wir kurz besprochen, welche Lichter wir für ihn organisieren müssen und welches Licht in welcher Szene am besten aussieht. 



Dieses Bild ist in der Bühne 2 mit ausgeschaltetem Licht entstanden. Jan hat uns die Idee gegeben, eine einfache Nachttischlampe zu nehmen und sie hinter den Herrscherstuhl und Kreon zu platzieren. Damit würde dann dieser tolle Effekt entstehen, dass Kreon von hinten beleuchtet wird und das Licht durch seine Haare scheint. Ob dies tatsächlich auch auf der Bühne so aussehen wird, werden wir noch sehen. Momentan können wir das Licht nur theoretisch besprechen. Erst in einer Woche, wenn wir uns dann im Salzhaus befinden, werden wir ausprobieren können, was alles möglich ist. 
Ebenfalls konnte Jan seinen Kollegen Max fragen, ob er uns die Aufführung aufnehmen kann. Für dies werden wir jedoch eine Kamera, ein Stativ und ein Mikrofon aus der Kanti ausleihen müssen. Es freut mich, dass unser Stück aufgenommen wird und wir so eine Erinnerung fürs Leben haben, welche wir sogar in ferner Zukunft vielleicht unseren Kindern zeigen werden. 

Zu Hause dann habe ich mich um das Theben Schild gekümmert, welches der Chor zu Beginn auf die Bühne trägt. Meine Mutter konnte uns ein Bild aus einem Brockenhaus organisieren, das wir ganz einfach übermalt haben. Meine Mutter hatte noch von früher einen Koffer voller Ölfarben zu Hause. Damit habe ich dann den Hintergrund übermalt und mit weisser Farbe "THEBEN" geschrieben. 


Theben-Schild am trocknen
Blöderweise haben wir schnell erfahren, dass Ölfarben sehr sehr lange zum trocknen haben. Da ich als Grundlagenfach Musik und nicht Big habe, wusste ich dies dummerweise nicht. Jetzt hoffe ich nur schwer, dass die Farbe nächste Woche hoffentlich trocken ist.

Ebenfalls habe ich mich um Teiresias Blindenstock und den Spiegel gekümmert. Den Spiegel habe ich von meiner Tante geschenkt bekommen, der jedoch noch schwarz war. Da sich ein silbernes-Thema durch unser Stück zieht, wollte ich den Spiegel unbedingt silbern ansprühen, was ich auch mit der Erlaubnis meiner Tante durfte. Für den Blindenstock habe ich einen alten Stock von meinem Bruder genommen, den er seit Jahren schon im Zimmer herumstehen hat. Diesen habe ich ebenfalls silbern angesprüht und mit weisser Farbe noch ein wenig verziert, damit er besser zu Teiresia passt und spezieller aussieht.

 
Trotz eines kalten und langen sonntags hatte ich heute einen sehr schönen Tag. Die Proben sind nicht immer einfach aber grössenteils machen sie wirklich Spass. Wir sind eine tolle Gruppe mit tollen Menschen. Jedoch fällt es uns oftmals schwer ernst zu bleiben, denn wir könnten alle den ganzen Tag nur lachen. Jetzt wo die Aufführung näherkommt, merkt man auch schon ein wenig die Nervosität von allen, vor allem von mir. Zum Glück haben wir nächstes Wochenende noch Zeit, um alles nochmals gut zu festigen! 

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Gespräch - Plakate aufhängen

1 Stunde, an der Kanti Baden
verfasst von Tijana, in Zusammenarbeit

Heute hatten wir nach langer langer Zeit, endlich wieder ein Gespräch mit Frau Ferrari. Ich war etwas nervös aber habe mich auch gefreut, ihr endlich unsere Ergebnisse präsentieren zu können, an denen wir die letzten paar Monate gearbeitet haben. Gleichzeitig konnten wir ihr auch unsere Einladung geben und das Plakat zeigen. Sie war total begeistert, was uns natürlich mit grossem Stolz erfüllte. Für mich war es wichtig, alle offenen Fragen zu notieren und sie zu stellen. Schliesslich ist die Abgabe in zwei Wochen und ich will gut vorbereitet auf die kommende Zeit sein. Das grösste Fragezeichen stellte für uns noch das Regiekonzept dar. Wir waren noch etwas unsicher mit einigen Stellen und wollten diese geklärt haben. Die Reflexion ganz am Schluss wird wohl die grösste Schwierigkeit sein. Diese können wir bis zur Hauptprobe leider noch nicht fertig schreiben. Daher müssen wir bis kurz vor Schluss warten. Ich fürchte mich etwas vor dieser Zeit, da ich weiss, dass die meisten meiner Schulkameraden beinahe fertig mit der Maturaarbeit sind. Wir leider noch nicht. Da unsere Aufführung sowieso erst nach der Abgabe stattfindet, werden wir bis zum 7. November leider nicht ruhen können. Langsam neigt sich alles dem Ende zu und ich könnte nicht nervöser sein. 
Ebenfalls haben wir heute unsere Plakate an der Schule aufgehängt. Das hat mich nochmals realisieren lassen, dass es bald soweit ist. Ich habe schon ein paar Rückmeldungen von Schülern erhalten, dass sie begeistert von dem Plakat sind und das es total professionell aussieht. 
Dies ist natürlich schön zu hören und gibt uns die Bestätigung, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden! 


Nach dem heutigen Tag wissen wir, dass wir uns das kommende Wochenende intensiv mit dem Regiekonzept auseinandersetzen müssen. Ebenfalls werden wir ein Gesuch an die Schulleitung schreiben, um am 5. November schulfrei zu bekommen. An diesem Tag bekommen wir den Schlüssel für das Salzhaus. Wir haben eine Menge Requisiten, die wir ins Salzhaus transportieren müssen. Ebenfalls werden wir erst dann die Zeit haben, die Lichter zu installieren und diese auszuprobieren. All dies wird eine Menge Zeit in Anspruch nehmen, weshalb es vorteilhaft wäre, den Tag frei zu haben. Wir hoffen es klappt!

Ausserdem habe ich heute Abend mit meiner Mutter über den Apéro nach der Aufführung gesprochen. Sie hat sich mit Liljas Mutter in Kontakt gesetzt und abgemacht, dass ein griechisches Apéro gut passen würde. Wir würden Oliven, Feta-Käse, kleine Brötchen, Mineralwasser, Orangensaft, Traubensaft und Prosecco zum anstossen servieren. 
Schliesslich muss nach der Aufführung gefeiert werden. Oder etwa nicht?

Noch zwei Wochen

3 Stunden, in der Bühne 2
verfasst von Lilja, in Zusammenarbeit

Heute haben wir vor allem administrative Fragen geklärt. Angefangen haben wir mit den persönlichen Einladungen an unsere Betreuungslehrer, ehemalige Lehrer und unsere jetzigen Theaterlehrer. 

Tijanas Tante konnte 40 Flyer und 10 A3 Plakate drucken lassen. Diese wollen wir nun unter die Leute bringen. Wir haben bereits über Socialmedia unser Plakat verbreitet, damit alle wissen, dass unsere Aufführung existiert. Wir hoffen so, viele Zuschauer anzulocken. Besonders die jüngere Generation, welche wir ansprechen wollen mit unserer Interpretation des Stücks. Nun werden wir morgen auch noch die Plakate an der Kanti aufhängen und haben dafür extra noch die Hausabwarte gefragt, ob wir das dürfen. 
Viele meiner Freunde haben mir bereits zugesagt und freuen sich schon auf den Abend. Ich werde mit jedem Tag hingegen nervöser. Das noch nicht alle Schauspieler den Text können beunruhigt mich. Aber wenn ich zurück denke an Romeo und Julia, dann konnten viele ihren Text auch noch nicht eine Woche vor Premiere. Darum bin ich zuversichtlich. Trotzdem haben wir den Schauspielern noch einmal ein wenig Druck gemacht.

Danach haben wir noch den Probeplan bis zur Aufführung erstellt. Richtige Durchgänge können wir leider erst machen, wenn Shedea und Tim zurück sind. Aber dann werden wir wenn nötig jeden Tag proben, bis es alle können. Einzelne Szenen mit den beiden proben wir noch während der nächsten Schulwoche. Wenn die Schauspieler so weiter machen und noch den Text liefern, dann sind wir gut dabei. 

Das Abstract für das Intranet haben wir fertig und müssen es nur noch einmal durchlesen. Zum Plakat machen wir uns auch schon Gedanken. Dieses gehen wir am Freitag an.  Dies alles aufzuzählen hier im Blog hat mir geholfen, zu realisieren, dass wir alles unter Kontrolle haben. Alles wirkt gut geplant und strukturiert im Moment. Ich freue mich auf unseren grossen Abend im Salzhaus!

Montag, 22. Oktober 2018

Viel Arbeit!

2 Stunden, an der Kanti 
verfasst von Tijana, in Zusammenarbeit

Die Schule hat wider begonnen! Was heisst das für uns? Genau, so viel wie möglich an der Maturaarbeit arbeiten. Jetzt ist es unser Ziel, so gut wie möglich in unserem Zeitplan zu bleiben, damit wir nicht zu sehr in Stress gelangen am Schluss. Diese Woche werden wir versuchen, unser Regiekonzept fertigzustellen. Wir haben zusammen ein Word-Dokument erstellt und immer wider reingeschrieben, wenn uns Ideen kamen. Es hat sich schon viel angesammelt, nur herrscht noch ziemlich viel Unordnung. Diese Unordnung werden wir versuchen, bis Ende Woche aufzuräumen. Weiter haben wir einen Termin mit Frau Ferrari vereinbart. Da ich eine lange Zeit nun weg war, habe ich ein paar offene Fragen, die ich unbedingt noch vor der Abgabe geklärt haben möchte. 
Heute haben wir ebenfalls unsere Kostümliste an die Schauspieler geschickt. Sie sieht etwa so aus: 


Alle haben schon fleissig im Gruppenchat genatwortet und Bilder von den Kleidungsstücken geschickt. Wir erhoffen uns nämlich nicht mehr viel einkaufen zu müssen und versuchen alle Kleidungsstücke so gut es geht zusammenzutragen. Während dem Durchsuchen meines Kleiderschranks, habe ich per Zufall dies Kleid entdeckt:

Kleid für Ismene
Dabei musste ich sofort an Ismene denken. Für sie hatten wir nämlich noch keine konkrete Idee für ein Kleid aber als ich dieses sah, wusste ich, dass es Ismenes Kleid werden sollte. Wir hatten nämlich die Idee, ein silbernes Thema durch das Stück zu führen. Die silberne Farbe repräsentiert für uns das Moderne. Wir haben auch einen Spiegel und einen Stuhl in diesem Stil. Daher würde es perfekt passen, wenn alle (ausser der Chor und Teiresia) auch ein silbernes Detail, wenn auch nur klein, in ihrem Kostüm haben. Wie schon erwähnt, sollte der Chor herausstechen, da sie sozusagen die "Gebildeten" sind. Daher dachten wir an eher auffällige Farben wie zum Beispiel: Ein hellblaues Hemd und eine rote Fliege. 



Wir haben ebenfalls die Termine bekommen, wenn dir das "Abstract" und das Plakat abgeben müssen. Dies steht nun ebenfalls auf unserer To-Do-Liste für diese Woche. 

Die nächsten Wochen werden leider alles andere als einfach sein. Lilja und ich haben neben der Maturaarbeit natürlich noch andere Prüfungen, auf die wir uns konzentrieren müssen. Auf jeden Fall steht fest: Dieses Wochenende wird wie verrückt an der Maturaarbeit gearbeitet!

Sonntag, 21. Oktober 2018

Shedea fleissig am Text lernen!

verfasst von Lilja

Aber nicht alle vernachlässigen den Text. Diese Fotos haben wir heute morgen von Shedea aus Sri Lanka erhalten. Sie wollte beweisen, nach unseren etwas ernsten und klaren Aufforderung im Gruppenchat, alle sollen endlich den Text üben, dass sie mit Herz und Seele dabei ist. Ich bin gespannt, wenn sie zurück ist, wie das dann wirkt. Ich fand, diese beiden Fotos gehören unbedingt auch auf den Blog, um nicht alle Schauspieler in einen Topf zu werfen. Einige lernen den Text wirklich, im Vergleich zu den anderen. Enjoy:


Das erste Mal alleine proben

3 Stunden, an der Kanti
verfasst von Tijana



Heute fand endlich wieder eine Antigoneo Probe für mich statt. Fünf Wochen war ich nun weg und sehr viel geübt wurde in den letzten drei Wochen selbstverständlich nicht, wegen den Ferien. Dies hat uns in einen enormen Zeitdruck gebracht, wie wir sehr schnell gemerkt haben. Mir war bewusst, dass wir sofort nach der Maturareise wieder anfangen müssen zu proben. Lilja musste heute leider arbeiten. Für mich hat dies jedoch kein Hindernis dargestellt. Schliesslich musste sie auch einige Proben alleine leiten, während ich in Shanghai war. Daher war es für mich eine gute Übung auch mal zu sehen, wie es denn eigentlich ist, wenn man ohne Partner vor den Schauspielern steht. 
Ich war von Anfang an sehr positiv eingestellt und habe mich total auf die Probe gefreut. Leider muss man noch anfügen, dass Shedea und Tim im Sprachaufenthalt sind, Colin die Probe dummerweise vergessen hat und Evelyn verhindert war. Also waren es am Ende nur noch vier von acht Schauspielern. Nicht sehr ideal aber trotzdem war ich nicht bereit, die Probe abzusagen. Wir haben immer noch genug Szenen, die man proben kann. Ebenso ist es für mich wichtig, dass die Schauspieler eine Routine bekommen und die Szenen genug oft durchspielen können. Meine grösste Angst ist es nämlich, dass die Schauspieler unsicher und unvorbereitet an die Aufführung gehen. Ich habe mir stark erhofft, dass nun alle den Text auswendig können, doch leider war dies nicht der Fall. Um ehrlich zu sein, habe ich mit dem gerechnet, da ich selber weiss wie es ist, wenn man alles bis zum letzten Moment herauszögert. Nichtsdestotrotz war ich alles andere als erfreut. Leider kann man niemanden zwingen den Text zu üben, denn schliesslich sind wir die, die auf die Schauspieler angewiesen sind. Ausserdem sind wir keine Lehrer, sondern Freunde, weshalb man es schnell einmal auch ein wenig lockerer nimmt.
Lilja und ich haben nun beide allen nochmals klargemacht, dass wir sie brauchen und wir uns von jedem erhoffen, so schnell wie möglich den Text auswendig zu lernen. Hoffen wir auf das Beste! 
Ansonsten verlief die Probe sehr gut. Wir hatten viele lustige Momente und hatten eine tolle Zeit. Ausserdem habe ich das erste Mal mit Riccardo zusammen geprobt. Ich war ganz aus dem Häuschen, als ich die Kreon-Haimon Szene im 3. Epeisodion zum ersten Mal sah. Mit den langen Haaren, dem Grössenunterschied und ihrer Art könnte man tatsächlich meinen, dass sie Vater und Sohn sind. Ich könnte nicht glücklicher über unseren Entscheid dieser Besetzung sein. 
Beim 5. Epeisodion zwischen Teiresia und Kreon musste ich öfters Inputs geben. Das letzte Mal verlief meiner Meinung nach diese Szene am Besten von allen. Heute war Rebecca jedoch nicht ganz bei der Sache. Sie hat ihr Skript verloren und somit auch wichtige Regieanweisungen, die wir das letzte Mal notiert haben. Daher musste ich sie wieder auf viele Dinge aufmerksam machen. Am Ende jedoch ging es schon viel besser und ich war erfreut, wie schnell sie in der Lage sind, die Kritik umzusetzen. 
Die interaktive Szene im Exodus
Meine Lieblingsszene heute war der Exodus 1. Teil. Da wir jedoch die Hälfte der Schauspieler nicht anwesend hatten, haben wir nur die interaktive Szene geprobt. Hier hat Jenny kurz Antigones Rolle übernommen und tot gespielt. Said und Riccardo waren zu 100% bei der Sache. Es hat sich total real angefühlt und ich hatte ständig Gänsehaut. Ich kann mir gar nicht vorstellen wie toll die Szene wird, wenn alle dabei sind. Ich freue mich total.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Tag trotz kleiner Besatzung ein voller Erfolg war. Für mich war es natürlich spannend einmal erfahren zu können wie es ist, alleine Regie zu führen. Es war toll, aber mit Lilja ist es natürlich toller. Mir hat oft eine zweite Meinung gefehlt und somit wurde ich ein wenig unsicher. Trotzdem bin ich froh, dass ich die Erfahrung machen konnte. Ebenso macht es mich überglücklich, wenn ich sehe, dass die Schauspieler unser Stück lieben und gerne dabei sind. Dies gibt einem die Bestätigung, dass das was man gemacht hat gut ist und die Menschen es mögen. 
Nach einigen Gänsehaut-Momenten und viel Gelächter gehe ich nun schlafen. Ich kann nicht glauben, dass morgen wieder die Schule beginnt. Fünf Wochen Ferien sind vorbei und etwas mehr als zwei Wochen bleiben bis zur Aufführung. Ich bin jetzt schon nervös.

Plakat

verfasst von Tijana

Unser Antigoneo-Plakat ist fertig! Ich kann gar nicht beschreiben, was für ein tolles Gefühl das ist. Die letzte Woche waren Lilja und ich auf Studienreise und hatten daher keine Möglichkeit, an unserer Maturaarbeit weiterzuarbeiten. Wir wussten jedoch, dass es langsam an der Zeit wäre, das Plakat zu entwerfen. Zu Schulbeginn möchten wir nämlich langsam mit Werbung machen beginnen, da nicht mehr viel Zeit bis zur Aufführung bleibt. Said hat vor ein paar Wochen ein kleines Fotoshooting mit seinem Freund Jan organisiert. Unsere Idee ist es nämlich, die Gesichter von Antigone und Kreon auf dem Plakat abzubilden. Sie sind die Hauptcharaktere des Stücks und ebenso geschieht der Hauptkonflikt zwischen ihnen. Daher erschien es mir sinnvoll, Said und Shedea auf dem Plakat abzubilden. Ebenso wollten wir die schnellste und einfachste Möglichkeit wählen, da wir knapp mit der Zeit sind und beide nicht wirklich künstlerisch begabt. Ich wäre also leider nicht in der Lage gewesen, ein Kunstwerk zu malen. Ebenso kenne ich keinen, der sich dafür bereit erklärt hätte. Daher auch die Idee mit den Fotos. Jan hat also ein paar Portraits von Shedea und Said gemacht. Wir haben ihm gesagt, dass der Hintergrund am besten schwarz sein sollte und nur eine Aufnahme des Profils. Ebenso sollte ihr Gesichtsausdruck sehr streng und düster sein. Dies hat natürlich ausgezeichnet geklappt. Gleich danach bekam ich schon die ersten paar Bilder nach Shanghai geschickt.




Das war natürlich genau das, was ich mir vorgestellt habe. Besser könnte es gar nicht sein. Danach vergingen ein paar Wochen und wir haben zunächst nichts mit den Bildern angestellt. Kurz bevor wir dann auf unsere Maturareise geflogen sind, hat sich Said dazu bereiterklärt, das Plakat für uns zu entwerfen. Ich konnte natürlich nicht nein sagen da ich wusste, dass Said bestimmt nichts Schlechtes entwerfen würde. 
Also habe ich mit Lilja unsere Vorstellungen vom Plakat besprochen und sie dann an Said weitergegeben. 
Wir wollten, dass nur die Hälfte ihrer Gesichter zu sehen sind und in der Mitte ein Lichtbalken, der die Charaktere trennt und aufzeigen soll, dass sie gegeneinander sind und nicht die gleiche Meinung teilen. Auch haben wir gesagt, welche Informationen auf dem Plakat stehen sollen usw. 
Zum Schluss hatten wir jedoch eine kleine Diskussion wegen der Schriftart. Dies war das erste Mal, dass wir uns einfach nicht einigen konnten und unterschiedliche Schriftarten schöner fanden. Wir haben jedoch schnell gemerkt, dass dies ein dummer Grund zum streiten ist und haben uns dann doch irgendwie geeinigt.
Wir haben schlussendlich das Plakat oft geändert. Zu Beginn war es zu hell, dann zu dunkel, dann fanden wir die Schrift hässlich usw. Wir fanden immer wider tausend kleine Dinge. Nach ein paar Tagen konnten wir uns trotzdem einigen und die Diskussion endlich abschliessen. 

Und hier ist es: 


Ich bin mehr als nur zufrieden, wie es schlussendlich herausgekommen ist! Es ist genauso wie ich es mir vorgestellt habe. Einfach nur perfekt. 

Als ich das Plakat meiner Familie und meinen Freunden gezeigt habe, waren sie sprachlos. Schon jetzt haben wir es etlichen Leuten geschickt und erhoffen uns natürlich, dass so viele Zuschauer wie möglich kommen.
Ich habe mich auch mehrmals bei Said für die ganze Mühe bedankt. Ohne ihn hätten wir jetzt niemals so ein tolles Plakat. Ich bin immer noch überglücklich und baff, wenn ich es mir anschaue. 

Freitag, 12. Oktober 2018

Regiekonzept

3 Stunden, Zuhause
verfasst von Lilja

In den Ferien haben wir endlich Zeit, ein wenig länger und intensiver an der Maturaarbeit zu arbeiten. Momentan können wir leider nicht mit den Schauspielern proben, da viele im Ausland sind. Trotzdem gibt es noch genug anderes zu tun. Im Zentrum steht vor allem das Regiekonzept, dass wir nun noch ziemlich überarbeiten müssen, da es seit der letzten Version viele Änderungen gegeben hat. Zum Beispiel haben wir jetzt keine Dystopie mehr. Wir befinden uns nun in der Antike in Theben, nicht mehr in Lintija wie geplant. Ausserdem haben wir nun Licht, Bühnenbild, Requisiten und die Kostüme näher bestimmt und müssen diese Schritte ebenfalls im Konzept festhalten. Einige Teile können wir von unserem alten Skript übernehmen. Den grössten Teil müssen wir jedoch komplett neu schreiben.

Ich habe nun einmal begonnen etwas zu unserer Interpretation des Stücks zu schreiben. Ich versuche zu beschreiben, in welcher Situation sich Theben befinden, was für ein System dort herrscht und was die genauen Positionen und Argumente der Rollen im Konflikt sind und wie sich diese zuspitzen.

Ich schreibe immer an manchen Sachen gleichzeitig und wenn mir wieder etwas zu einem Teil einfällt, hüpfe ich von Thema zu Thema. Das klappt sehr gut und hilft mir, den Umfang des Ganzen zu sehen. Wir haben versucht vor allem auch die Kritikpunkte, welche wir für das Regiekonzept  nach der Zwischenpräsentation bekommen haben, gut umzusetzen. Z.B. müssen wir manche Rollen genauer erklären oder genauer drauf eingehen, was denn nun Regie ist und wie wir diese geführt haben. 

Wir haben nun ein online Word-Dokument erstellt, um so gleichzeitig daran arbeiten zu können und um zu sehen, was der andere geschrieben hat.Wenn wir fertig sind, geben wir es noch einigen Personen zum Durchlesen, um unnötige Fehler zu vermeiden.

Dienstag, 9. Oktober 2018

Neuer Proprologos

90 Minuten, im Kafi Moser's
verfasst von Lilja, in Zusammenarbeit

Die einzige Szene, die noch nicht fertig bis jetz war, war der Proprologos. Vor langer Zeit haben wir einen geschrieben, der uns gut gefällt, jedoch zu ungenau war.  Den Proprologos haben wir alleine hinzugefügt, um den Publikum ein Vorwissen über die Geschichte von dem Laios Fluch und Antigones Vater Ödipus zu liefern. Wir haben diese Geschichte nun noch ein wenig ausführlicher geschrieben und denken, dass man sie nun besser versteht. 
Zuerst wollten wir selber, in die Rolle von zwei Seherinnen schlüpfen. Aber aus organisatorischen Gründen können wir dies leider nicht verwirklichen. Tijana und ich müssen am Anfang bevor das Stück beginnt, eine kleine informative Ansprache halten, dann können wir nicht gleich danach hinter die Bühne gehen und selber mit dem Stück beginnen. Deshalb übernimmt nun der Chor diesen Teil und eröffnen das Stück, in dem sie die Zuschauer in Theben begrüssen. Für uns war wichtig, dass wir im Proprologos gleich klarstellen wo und in welcher Zeit wir uns befinden. Diese Frage wird gleich zu Beginn geklärt:

Danach erzählt der Chor die Vorgeschichte
Zuerst fanden wir es schwierig, einen guten Schluss für die Szene zu finden, da sie damit enden soll, dass der Chor (1+2) für die beiden verstorbenen Brüder jeweils eine Kerze anzündet. Der Übergang zu diesem Teil machte nun nicht mehr ganz Sinn, jedoch haben wir diesen dann geschickt umgeschrieben, wie wir finden.

Der neu geschriebenen Teil haben wir nun jemandem zum Gegenlesen geschickt und sind sehr gespannt auf die Rückmeldung. Sobald wir diese haben, werden wir ihn falls nötig noch einmal überarbeiten und dann den beiden Schauspielern geben.

Bühnenbild und Requisiten fertig!

1 Stunde, im Kafi Moser's
verfasst von Lilja, in Zusammenarbeit

Nachdem wir den Proprologos neu geschrieben haben, haben wir uns noch Gedanken zum noch unvollständigen Bühnenbild gemacht. Dies war nun einfacher, nachdem wir gestern vor Ort im Salzhaus waren und die Bühne gesehen haben.

Was wir bisher hatten war folgendes: Zwei Eingänge, hinten schwarze Stehwände, die den Schauspielern erlauben, unbemerkt von der einen Seite zu der anderen zu gelangen und ein "Theben" Ortschild.

Was wir aber noch nicht hatten war der genaue Hintergrund. Für uns war es klar, dass er nicht einfach schwarz bleiben konnte. Wir wollten aber auch nicht etwas, dass zu stark ablenkt von dem Geschehen auf der Bühne. 


Vogelperspektive der Bühne

Auf der Seite neben denn beiden Säulen auf der Bühne hat es Vorhänge, die man bis zu den Säulen ziehen kann (hier in Wellenlinien eingezeichnet). Wir müssen noch einmal vor Ort schauen, ob diese ganz zu sein können oder ob dann das Publikum, dass auf der Seite sitzt hinter die Bühne sieht, wenn die Vorhänge nich zu sind.


Vorne links an der Säule steht ein Ganzkörperspiegel, der schräg gegen das Publikum gerichtet ist. Hinten in der Mitte steht der Herrscherstuhl Kreons, welchen wir von jemandem ausleihen dürfen. An der linken Säule hängt ein Ortschild "Theben", damit das Publikum weiss, wo sich die Geschichte abspielt. Ob der Kerzenständer, den wir am Anfang und am Schluss benötigen, das ganze Stück über brennen kann, müssen wir ausprobieren. Zu dem müssen wir noch mit dem Abwart des Salzhaus (der gerade in den Ferien ist) abklären, ob wir überhaupt Kerzen auf der Bühne haben dürfen. Falls nein, werden wir elektrische benützen, die besser aussehen wie gedacht.
Vor der Bühne steht ein Holzblock, der den Schauspielern ermöglicht, vom Publikum aus, auf die Bühne zu gelangen.
Bühne von vorne
Hinten an der Wand hängen verschiedene Sätze wie: “Die 
Stadt ist und heilig” 
Zum Teil nehmen sie Bezug zur Handlung.Es gibt aber auch ein paar darunter, die schlicht dem Anblick dienen.
Sie erinnern an Schlagzeilen, wie man sie von Zeitungen kennt. Es ermöglichen einen Einblick in das System und zeigen, unter welchen enormen Druck der Herrscher steht, wenn sogar die Medien so über ihn urteilen. Obwohl er die alleinige Macht hat, muss er sich doch vor einem Sturz seines Systems fürchten.




Stehwand hinten mit Schlagzeilen 

Ich habe nun zu Hause noch diese genauen Skizzen angefertigt und muss sagen, dass ich sehr zu frieden bin damit. Ich finde, die Schlagzeilen passen perfekt hinten ins Bühnenbild und repräsentieren auch den modernen Aspekt, welchen wir hervorrufen wollen. Ebenfall ist es nicht schwierig umsetzbar. Man benötigt nicht viel Material und ist mit einem kleinen Aufwand verbunden, was uns sehr entgegenkommt.

Montag, 8. Oktober 2018

Wiedersehen nach langer Zeit

3 Stunden, im Salzhaus und bei Lilja zu Hause
verfasst von Tijana, in Zusammenarbeit 

Wieder zurück in der Schweiz! Heute haben Lilja und ich uns nach drei Wochen wiedergesehen. Ich hatte nämlich die Möglichkeit, an einem Austausch in Shanghai mit der Partnerschule der Kanti Baden teilzunehmen. Die paar Wochen waren sehr ereignisvoll und ich brauche immer noch Zeit, um wieder richtig in der Schweiz anzukommen. Während meiner Abwesenheit habe ich unsere Maturaarbeit natürlich keineswegs vergessen. Ganz im Gegenteil. Es verging kein Tag, an dem ich keinen Kontakt mit entweder Lilja oder Said hatte. Ich wollte immer up-to-date sein und erfahren, wie die Proben verlaufen sind. Ich fand es natürlich sehr ärgerlich und schade, dass ich ein paar Proben verpasst habe. Der Austausch mit China kam leider zu einer sehr sehr ungeeigneten Zeit aber leider war ich nicht imstande, dies zu ändern. Zum Glück hat mich Lilja jedoch täglich auf dem neusten Stand gehalten und mir sogar ab und zu Bilder und Videos von den Proben zukommen lassen. Ich war natürlich sehr glücklich zu hören, dass ein paar der Schauspieler den Text schon auswendig können und das Ganze langsam seine Form annimmt. 
Heute war der Tag, an dem Lilja und ich uns nach paar Wochen Pause wieder getroffen haben. Es war schön sie wieder zu sehen und zu hören, wie die letzten Wochen so verlaufen sind. Unser Treffen fand gleich im Salzhaus in Brugg statt. Ich war schon seit einer sehr langen Zeit nicht mehr drinnen und als ich das Gebäude wieder betrat, kamen mir sämtliche Kindheitserinnerungen wider empor, da ich früher oft mit der Schule an Veranstaltungen im Salzhaus war. Ich habe schon fast vergessen, wie unglaublich toll die Atmosphäre ist und wie glücklich wir sein können, unser Theater an so einem schönen Ort passieren zu lassen. 
Ich bin richtig fasziniert von der Bühne. Mir gefällt der Holz Stil und das zwei Holzbalken auf der Bühne stehen. Das macht die Bühne gleich viel interessanter.

Die Bühne  
Zuerst haben wir uns das Salzhaus genauestens angeschaut und uns versucht vorzustellen, wie das Stück auf der Bühne aussehen soll. Wir haben auch herausgefunden, dass es 180 Stühle gibt, die wir aufstellen könnten. Natürlich ist es jetzt schwierig zu sagen, wie viele Zuschauer tatsächlich kommen werden. Bis jetzt wissen wir, dass sehr viele unserer Freunde kommen werden, dann natürlich unsere Familien, unsere Klassen usw. Wir rechnen daher schon eher mit etwas mehreren Zuschauern aber wir denken, dass 180 Plätze mehr als genug sein sollten. Hoffen wir zumindest. 
Dann kam leider jedoch schon unser erstes Problem. Das Licht. Wie man auf dem Foto sieht, gibt es zwei Lichter, die die Bühne von hinten beleuchten und nochmals zwei Lichter von vorne. Blöderweise muss man die Lichter von Hand an und wieder ausschalten, was natürlich alles andere als praktisch ist. Zudem haben wir uns erhofft, auch die grösseren Scheinwerfer zu benützen, da wir unbedingt auch Lichtspots haben wollen, die zum Beispiel nur eine einzelne Person beleuchten. Das Blöde ist jedoch, dass diese extra kosten. 200 Franken. Da dies für uns ziemlich viel Geld ist und sich die Kosten für unser Stück Tag für Tag aufsummieren, mussten wir nach einer anderen Lösung suchen. Zum Glück hat Lilja einen Freund, der uns behilflich sein kann. Er kann uns Lichter organisieren, die man aufstellen muss. Wir haben ihn auch um farbige Lichter gebeten, damit wir auch variieren können und nicht immer nur das gelbe Licht haben. Er hat uns wirklich gerettet. In ein paar Wochen wird er uns diese bringen können und dann können wir die Arbeit weiter an Jan, unseren Lichttechniker, reichen. Juhu, 1 Problem weniger.
Leider kam auch schon schnell das Nächste. Wir haben uns nämlich vorgestellt, einen kleinen Apéro, nach der Aufführung zu organisieren. Helfen werden uns dabei unsere Mütter. Meine ist schon ganz aufgeregt und ist schon am organisieren, was es alles braucht. Wir haben zu Beginn an Chips, Nüsse, Mineralwasser, Orangensaft und evtl. Bier und Prosecco gedacht. Dann haben wir jedoch schnell erfahren, dass es 100 Franken kostet, die Kühlschränke usw. zu mieten. Ebenso mag es der Veranstalter nicht, wenn man Chips isst, da es dann eine riesige Unordnung gibt. Liljas Mutter meinte auch, dass wir höchstwahrscheinlich eine Bewilligung brauchen, um Alkohol ausschenken zu dürfen. Natürlich sind das alles Sachen, an die ich nicht einmal im Schlaf daran gedacht hätte. Jedoch ist dies nicht unsere erste Priorität und darum überlasse ich dies einmal unseren Müttern. Meine wird sich mit Liljas bald in Verbindung setzen und dann sehen wir weiter. 


Nach unserer Besichtigung im Salzhaus, sind wir zu Lilja nach Hause gegangen. Dort haben wir uns Gedanken zu den Requisiten und den Kostümen gemacht. Angefangen haben wir mit den Kostümen. Da wir uns in einem System befinden, in dem das Individuum nichts zählt, sind wir der Meinung, dass alle etwa gleich angezogen sein sollten. Dies haben wir versucht mit einer Farbe zu definieren. Jeder sollte ein Kleidungsstück tragen, das in derselben Farbe ist und so die Gleichheit repräsentiert. Wir haben uns vorgestellt, dass Kreon und Haimon etwa gleich angezogen sein sollten. Kreon jedoch, sollte pompöser und auffallender, wie Haimon sein. Er hat zum Beispiel einen langen Mantel oder einen Umhang an, während Haimon nur eine Jacke trägt. Kreon trägt ebenfalls die Herrscherbrosche. Ein Symbol, welches repräsentiert, dass er aus der Herrscherfamilie stammt und somit adelig ist. Es stellt in unserer Interpretation den Ersatz einer Krone dar. Haimon trägt ebenfalls eine Brosche. Eine, die jedoch etwas kleiner und weniger auffallender ist. Er wäre also sozusagen der "Prinz". Ebenfalls möchten wir, dass Kreon viele Ringe an seinen Fingern trägt. Dies sollte unserer Meinung nach ebenfalls zeigen, dass er mächtig ist und eine Menge Geld hat. Alles in einem sind Kreon und Haimon dunkel angezogen.


Antigone ist ja eigentlich unsere "Rebellin". Für sie haben wir uns gedacht, dass es passen könnte, wenn sie schwarze zerrissene Hosen anzieht. Dies zeigt ihre rebellische Art und das sie sich nicht darauf achtet, was sie anzieht. Ebenfalls passend wären Dr. Martens, da die Schuhe sehr grob aussehen und ziemlich auffallend sind. Welches Oberteil dazu, wissen wir leider noch nicht so genau. Ihre Haare wird sie offen tragen, was ebenfalls zeigt, dass sie sich gegen dieses System wehrt und anders wie die anderen ist.


Ismene wir ein Kleid tragen. Sie ist die vernünftige Schwester und dies sollte man ihr auch ansehen. Sie legt Wert darauf, dass sie angemessen angezogen ist und sich in das System fügt. Dies zeigen auch ihre Haare, da diese im Vergleich zu Antigone frisiert sind. Sie wird sie halb offen tragen. Auch sie wird eine Art Dr. Martens tragen, jedoch nicht so hohe und elegantere.


Beim Wächter sind wir uns noch am unschlüssigsten. Wir wollen, dass er eher schlicht und dunkel angezogen ist. Dunkel, da er für die Herrscherfamilie arbeitet. Womöglich wird er den Strick mit sich tragen, mit dem sich Antigone zum Schluss erhängt. 


Teiresia wird die einzige sein, die bunt angezogen ist. Sie lebt nicht in Theben und ist etwas Übernatürliches. Ihre Art ist ziemlich verrückt und daher möchten wir auch, dass sie verrückt aussieht. Mit weiten Hippie-Hosen, einem farbigen T-Shirt, Sandalen und offenen zerzausten Haaren, sollte dies gut rüberkommen. 


Der Chor soll aufeinander abgestimmt sein. Da sie sehr weise sind und Kreon immer gut beraten, sollten sie elegant angezogen sein. Wir dachten, dass es gut aussehen würde, wenn sie beide ein Hemd tragen würden. Chor 1 trägt dabei noch eine Fliege und Chor 2 eine Masche in ihrem Haar. Ebenfalls tragen sie die gleiche Farbe der Hosen und elegante Schuhe. 


Mit den Outfits möchten wir nicht nur das Moderne zeigen, sondern auch den Charakter der einzelnen Personen. Bis jetzt sind wir sehr zufrieden mit diesen Ideen. Wir haben auch versucht, darauf zu achten, dass jeder diese Kleidungsstücke zu Hause besitzt und wir nichts extra kaufen müssen. Nach den Ferien werden wir alle bitten, die Kleider zu einer Probe mitzubringen und dann werden wir sehen, ob dies auch tatsächlich gut aussehen wird. 


Zum Schluss haben wir uns Gedanken zu den Requisiten gemacht. Wir werden einen königlichen Sessel für Kreon haben, für den wir schon genauste Vorstellungen haben. Meine Mutter konnte solch einen Stuhl zum Glück finden, jedoch müssen wir die nächsten paar Tage schauen, ob wir diesen ausleihen dürfen oder nicht. Ebenfalls bekommen wir einen Ganzkörperspiegel von meiner Tante geschenkt. Diesen werden wir dann silbrig ansprühen, um ihn moderner aussehen zu lassen. Ebenfalls wird sich meine Mutter um ein Seil kümmern, welches wir dann als Strick benützen können und womöglich auch besprühen werden. Ich bin unendlich dankbar für die ganze Unterstützung welche wir kriegen. Meine Familie ist beinahe so aufgeregt wie ich und will ihre Hilfe, wo es nur geht, anbieten. Dies ist keinesfalls selbstverständlich und ich weiss gar nicht, wie ich mich bedanken soll bei allen. Sie nehmen uns wirklich ein grosses Stück Arbeit ab. 


Heute war ein Tag, an dem es endlich Zeit war, das Organisatorische zu klären. Ich bin überglücklich, dass wir endlich die Kostüme näher bestimmen konnten und abklären, wer welche Requisiten organisieren kann. Natürlich haben wir noch nicht alles und es steht uns immer noch eine Menge Arbeit bevor aber wir sind auf wirklich gutem Weg. Ich bin froh, dass wir heute so produktiv waren und eine Menge klären konnten. Die Arbeit hat tatsächlich Spass gemacht. Ich kann es kaum mehr erwarten!