Montag, 10. September 2018

Stasimons

80 Minuten an der Kanti
verfasst von Lilja, in Zusammenarbeit

Probe Exodus + alle Stasimons mit Colin, Said, Tim und Evelyn

Da die Theatergruppe der Kanti heute selber Proben hatte, sind wir in ein anderes Zimmer geflüchtet und haben die Tische zurück geschoben. 
Zuerst haben wir den Schauspielern erklärt, was wir uns zu der Probe jeweils überlegt haben und gefragt, ob es Unklarheiten gibt. Als diese geklärt waren, konnten wir beginnen. Tijana und ich haben uns währenddessen Kreuze am Rand des Textes gemacht und konnten danach so unser Feedback geben. Man merkt, dass es nicht alle gleich schnell umsetzen können. Bei Tim und Said jedoch, ist das gar kein Problem, sie bringen auch noch eigene Ideen ein, was sie bei welchen Satz für eine Bewegung gerne machen würden. Oft finden wir es gute Vorschläge, aber ab und zu müssen wir darauf beharren, dass sie es so machen wie wir es vorher gesagt haben. Schliesslich sind wir die Regisseurinnen und es ist unsere Maturaarbeit.

Ebenfalls sind wir noch alle Stasimons mit unserem Chor durchgegangen. Da diese für den Chor wie auch für uns, eine der wichtigsten Szenen sind, ist es für uns besonders wichtig, dass der Chor authentisch wirkt und den ganzen Raum ausfüllt .

Beispielsweise beten sie im 5. Stasimon den Schutzgott Thebens an, in einem Stil, der sehr ans "Vater unser" erinnert. Da Dionysos der Gott des Weines und der Trauben ist, stellen wir uns vor, dass es eine epische Szene mit zwei Weingläsern und einer Flasche Wein wird. Wie in einem Ritual beten sie zu einem Gott und bitten ihn um Hilfe, die Stadt zu erlösen. Nach der Szene gibt es ein Black, damit sie  schön abgeschlossen ist. Bei der Szene müssen wir mit Tim und Evelyn sehr gut koordinieren, damit sie alle Bewegungen gleichzeitig und zum richtigen Zeitpunkt machen, denn es muss aussehen, als würden sie dies täglich machen. Ich hoffe, sie haben die Bewegungen bis zum nächsten Mal nicht vergessen.

Selbstreflexion: 
Ich merke, dass es mir schon viel einfacher fällt, die Schauspieler auf der Bühne zu kritisieren und ihnen eine Rückmeldung und Verbesserungsvorschläge zu liefern. Es war schwierig, die Grenze von Freunden zu "Arbeitskollegen" zu überschreiten und diese zwei Beziehungen, nicht zu vermischen. Aber wie gesagt, das klappt jetzt gut. Nächsten Samstag fliegt Tijana nach Shanghai, das heisst, ich muss alle Proben alleine leiten, was mir noch ein wenig Angst bereitet, aber ich bin mir sicher, dass ich es alleine ebenso gut meistern kann.
Ich darf nicht vergessen, noch ein Gespräch mit unserer Betreuungslehrerin Frau Ferrari zu vereinbaren und Fotos von Shedea und Said für das Plakat zu machen, dass wir in den Ferien erstellen wollen. Zu dem muss ich mich noch um den Probeplan für nächste Woche kümmern.

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