Mittwoch, 11. April 2018

Erste Versuche in Holland

90 Minuten, Medemblik Holland
verfasst von Tijana

Endlich Ferien! Momentan befinde ich mich in gerade in einem kleinen Städtchen in Nordholland.
Ich geniesse die Zeit mit meiner Familie und bin froh, die Schule für eine Woche einfach einmal hinter mir zu lassen. Jedoch lässt mir unsere Maturaarbeit keine Ruhe. Ständig muss ich an unsere nächsten Schritte denken und wie wir unser Stück schlussendlich umschreiben sollen. Frau Ferrari meinte ja, dass es keine Regeln gibt, wie man ein Stück umschreibt. Also kam ich auf die Idee einfach anzufangen und etwas auszuprobieren.
Am Nachmittag hat mich meine Mutter gepackt, mir ein Velo in die Hand gedrückt und gesagt ich sollte runter an den Strand fahren und mich inspirieren lassen. Und genau das habe ich dann auch gemacht.
Ich nahm einen Stapel leerer Zeichnungsblätter meiner kleinen Cousine mit, befestigte sie am Gepäckträger, zog mich warm an, da es sehr windig und kalt ist und fuhr los. 



Ehrlich gesagt hatte ich überhaupt keinen Plan. Ich war aber so motiviert und wollte einfach mal etwas versuchen. Daher habe ich probiert als allererstes die Textpassagen zu verstehen und die Hauptaussage hinauszuziehen. Dann versuchte ich dies in die moderne Sprache zu umzuschreiben. 

Ein Beispiel wäre: 
Seite 9, Zeile 98, Ismene:
Wenn du’s denn willst, so geh. Ich weiss, dein Gang ist sinnlos, doch die Lieben liebst du recht.

Umgeschrieben:
Wenn du gehen musst, dann geh.
Ich weiss, dass es sinnlos ist, doch eins muss ich dir lassen.
Deine Liebe zu den unsrigen ist aufrichtig.



 Erste Versuche

Natürlich bin ich mir noch nicht sicher, ob wir es bei dem belassen können und ob Lilja überhaupt daran Gefallen finden wird. Wenn nicht, dann ist es überhaupt nicht schlimm.


Selbstreflexion:
Ich war schon lange nicht mehr so motiviert wie heute. Ich denke die Holländische Atmosphäre tut mir sehr gut und ich bin sehr stolz auf mich, dass ich den Mut gefasst habe und einfach drauflos geschrieben habe. Auch wenn schlussendlich alles für die Katz war und ich alles wegschmeissen kann, bin ich der Meinung, dass es definitiv keine Zeitverschwendung war.
Aller Anfang ist schwer und manchmal braucht es einfach den Mut irgendetwas zu machen.
Wenn ich zurück bin, werde ich Lilja meine Versuche zeigen und sie mit ihr besprechen. Ebenso werden wir über unsere Interpretationen reden. Ich weiss, dass Lilja das Buch „Antigone: Königs Erläuterungen“ bestellt hat und schon fleissig drauf und dran ist, es zu lesen und ihre eigenen Interpretationen zum Stück zu bilden.
Daher denke ich, dass wir auf einem sehr guten Weg sind und ich freue mich unsere Fortschritte bei einem Kaffee zu besprechen.

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