Mittwoch, 07.November 2018
verfasst von Tijana (und Lilja), in Zusammenarbeit
Heute ist der Tag! Nach zehn Monaten langer und harter Arbeit stehen wir nun hier. Der 7.November ist gekommen. Der Tag unserer Aufführung.
Ich konnte die ganze Nacht nicht wirklich gut schlafen. Meine Nervosität fing also schon ziemlich früh an. Um 15:00 Uhr haben Lilja und ich uns dann im Salzhaus getroffen. Meine Mutter ist ebenfalls mitgekommen und hat sich gleich um den Apéro gekümmert. Den ganzen Morgen waren sie und meine Tante fleissig am Backen, damit die Gäste nach der Aufführung auch etwas Leckeres zu geniessen bekommen. Während sie also alles fleissig am Vorbereiten war, haben Lilja und ich besprochen, was wir in unserer Ansage gerne sagen würden und bei welchen Personen wir uns zum Schluss noch bedanken möchten. Wir haben uns ein paar Notizen gemacht und gleich danach auf der Bühne sprechen geübt. Bald darauf kamen schon alle Schauspieler. Wir wollten noch zwei Szenen gerne durchgehen, weil sie das letzte Mal nicht so gut funktioniert haben. Diese Probe war jedoch sehr chaotisch und laut. Währenddessen sind immer mehr Leute gekommen und sogar der Sound-Check, für die musikalische Unterhaltung von Moira und Cathleen, wurde im Hintergrund gemacht. Trotzdem sind alle Schauspieler ernst geblieben, was mich sehr erfreute. Danach haben wir alle zusammen etwas gegessen und uns dann langsam umgezogen. Die Nervosität stieg von Minute zu Minute. Um 18:45 Uhr haben wir uns im Backstageraum versammelt. Colin hat ein Einwärmen ( ein paar Sprechübungen, die wir noch von Herr Anthamatten kennen) mit uns gemacht. Dann war es Zeit, den Schauspielerinnen und Schauspielern zum letzten Mal Mut zuzureden und ihnen noch kleine Geschenke zu überreichen, als Dank, dass sie so viel Zeit für unsere Maturaarbeit investiert haben. Es war ein komisches Gefühl, denn ab diesem Zeitpunkt hatten wir beide Regisseurinnen keinen Einfluss mehr auf die Aufführung, die die Zuschauer gleich erwarten würde. Wir beide gingen zum Eingang und begrüssten alle Gäste die eintraten. Wir wollten damit zeigen, dass wir dankbar waren, dass so viele gekommen sind. Die Nervosität stieg andauernd. Dann war es halb Acht und nach neun Monaten harter Arbeit an Antigoneo, betraten wir endlich die Bühne. Wir haben unsere Begrüssung so einstudiert, dass wir einander die Einsätze liefern. Es war uns wichtig zu erwähnen, um was unsere Arbeit eigentlich handelt, damit man sich vorstellen konnte, welche Prozesse wir alle durchlebt haben. Nun war es so weit: "Bühne frei für Antigoneo". Das Stück begann.
Es sind schon einige Patzer auf der Bühne passiert, zum Beispiel, dass der Chor Teile des Stücks vertauscht hat, oder Jan plötzlich das Licht ausgeschaltet hat, da er dachte, dass die Szene fertig war. Aber im Grossen und Ganzen finde ich, haben die Schauspielerinnen und Schauspieler diese Fehler gut überspielt oder sich verbessert und einfach weitergemacht. Hinter der Bühne haben wir eine Gefühlsachterbahnfahrt durchlebt; lief eine Szene gut, haben wir uns gegenseitig angestrahlt, lief etwas schief: hatten wir Angst, dass sich die Schauspieler nicht mehr retten können und das Stück zerfällt. Wir haben richtig mitgelitten. Aber das Gefühl, als dann das letzte Wort fiel und der Applaus begann, fielen wir uns in die Arme und konnten gar nicht glauben, dass wir es wirklich geschafft haben. Wir haben unser eigenes Theaterstück auf die Bühne gebracht und das noch erfolgreich.
Das tolle Gefühl das Publikum lachen zu hören, gab uns die Bestätigung, dass wir eine gute Arbeit geleistet haben! Ich denke wir könnten momentan nicht stolzer auf uns sein!
Zu guter Letzt haben wir den Abend mit einem kleinen Apéro ausklingen lassen. Wir haben uns lange mit den Lehrpersonen, unseren Familien und Freunden unterhalten. Von jeder Ecke bekamen wir positive Rückmeldungen zurück. Der Abend hätte nicht schöner verlaufen können. Mit einem riesen Lächeln im Gesicht haben wir uns spät in der Nacht auf den nach Hauseweg gemacht. Mit einem glücklichen, aber auch einem weinenden Auge werden wir den Abend für immer in Erinnerung behalten.










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